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Im aktuellen Jahr dürfte die Überschuldungsquote um 0,12 Prozentpunkte ansteigen, sodass 2024 voraussichtlich 8,3 % aller volljährigen Einwohner Deutschlands überschuldet sein werden. Seit 2017 ist die Überschuldung von Privatpersonen durchschnittlich um 1,9 % pro Jahr gesunken.Nach wie vor bestimmen Faktoren wie die Arbeitslosigkeit, Trennung, Scheidung, eine Erkrankung, eine Sucht, ein Unfall, eine unwirtschaftliche Haushaltsführung, eine gescheiterte Selbständigkeit und bzw. oder ein längerfristiges Niedrigeinkommen maßgeblich, ob eine Person überschuldet ist. Was die Überschuldungsquote der Gesamtbevölkerung angeht, spielen volkswirtschaftliche Faktoren eine maßgebliche Rolle. Steigt der Konsum, so steigt auch die Wahrscheinlichkeit, dass Konsumkredite aufgenommen werden. Übermäßiger Konsum, der durch Kredite finanziert wird, ist einer der Hauptfaktoren für Überschuldung. Eine hohe Sparquote stellt dagegen eine große Absicherung gegenüber der Gefahr der Überschuldung dar. Daher verhält sich die Entwicklung der Überschuldungsquote häufig gegenzyklisch zur Konjunkturentwicklung. In Phasen der Hochkonjunktur ist häufig eine höhere Überschuldungsquote gegeben, da mehr konsumiert und weniger gespart wird, während in Krisenzeiten stringenter durch die Verbraucher darauf geachtet wird, Anschaffungen nur bei vorhandener Zahlungsfähigkeit zu tätigen. So sank die Überschuldungsquote nach Ausbruch der globalen Finanzkrise 2008 drastisch ab, stieg in den Folgejahren aber graduell wieder an.In den Jahren 2016 bis 2019 lag die Überschuldungsquote in der Bevölkerung jeweils knapp über 10 %. Dafür ausschlaggebend war laut den Aussagen des Bundesverbands für Inkasso und Forderungsmanagements die hohe Konsumbereitschaft in der Bevölkerung, die aufgrund der positiven Einkommenserwartungen seltener finanzielle Puffer anlege. Zahlungsausfällen konnte somit nicht immer rechtzeitig mit dem Einsatz von Ersparten entgegengewirkt werden. 2020 traten aufgrund der Coronavirus-Pandemie umfassende Restriktionen in Kraft, die bei vielen Verbrauchern Unsicherheit über die eigene finanzielle Zukunft auslösten. Viele Anschaffungen wurden zunächst unterlassen. Aufgrund von Reisebeschränkungen waren überdies Urlaube und private Veranstaltungen nicht möglich, sodass es den Verbrauchern gelang, ihr Erspartes zu vergrößern. Durch die fortgesetzten Einschränkungen setze sich dieser Trend 2021 fort und führte zu einer deutlich verbesserten Zahlungsfähigkeit in der Bevölkerung. 2024 ist davon auszugehen, dass sich die Überschuldungsquote wieder erhöht. Die hohe Inflation der letzten Monate reduziert aufgrund steigender Lebenshaltungskosten die Fähigkeit, Erspartes anzulegen. Gleichzeitig werden Urlaube und private Feste wie Eheschließungen nachgeholt, die typischerweise mit hohem finanziellem Aufwand verbunden sind. Daraus dürfte eine Verminderung der Zahlungsfähigkeit vieler Verbraucher resultieren.
Curious about what drives these trends? IBISWorld's analyst coverage on the überschuldungsquote includes detailled analysis on the current performance, outlook and industries affected.
2000-2031
Die Überschuldung von Privatpersonen liegt vor, wenn eine nachhaltige Zahlungsstörung festgestellt wird. Unterteilt wird in die Überschuldung mit harten Negativmerkmalen bzw. hoher Überschuldungsintensität und mit weichen Negativmerkmalen bzw. geringer Überschuldungsintensität. Eine hohe Überschuldungsintensität ist bei juristischen Sachverhalten wie einem erfolgten Eintrag in das amtliche Schuldnerverzeichnis oder einer Privatinsolvenz gegeben. Demgegenüber liegt eine geringe Überschuldungsintensität bei nachhaltigen Zahlungsstörungen, also nach mindestens zwei vergeblichen Mahnungen mehrerer Gläubiger, und in Inkassofällen vor.Die ausgewiesenen Werte, einschließlich der Prognose, basieren auf Daten des „SchuldnerAtlas Deutschland" des Verbands der Vereine Creditreform und der Creditreform-Tochterfirmen Creditreform Boniversum GmbH und Microm Micromarketing-Systeme und Consult GmbH sowie auf IBISWorld Berechnungen. Angegeben wird die Überschuldungsquote, also der Anteil der überschuldeten Personen an allen Privatpersonen ab 18 Jahren in Deutschland, zum 1. Oktober des jeweiligen Jahres in Prozent.
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| Industry | Country | Last 5-yr CAGR | Forecast 5-year CAGR | Revenue |
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| Genossenschaftsbanken |
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XX% | XX% | $XX |
| Inkassobüros und Auskunfteien |
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XX% | XX% | $XX |
| Sparkassen |
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| Kreditbanken |
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The überschuldungsquote in Germany in 2024 was 8.27 prozent.
The überschuldungsquote in Germany declined by -3.73% in 2024.
IBISWorld’s data and analysis on überschuldungsquote in Germany includes forecasted growth rates over the next five years.